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Sonderheftchen II: Portugiesische Republik 1910?2010 - Souvenirmappen

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Technische Details
  • 15.10.2010
  • ?12,27
Über Sonderheftchen II: Portugiesische Republik 1910?2010

Zur Feier des hundertjährigen Bestehens der Republik gab die portugiesische Post dieses Sonderheftchen heraus. Es enthält Briefmarken und Illustrationen zum Jahr 1910.

1909 setzten sich auf dem Parteikongress der Republikanischen Partei die radikalen Kräfte durch, die bewaffnete Revolution war nun das offizielle Ziel der Partei. Am 3. Oktober 1910 wird Miguel Bombarda, ein Psychiater und Vordenker der republikanischen Bewegung, von einem psychisch kranken ehemaligen Patienten ermordet. Auch wenn die Tat anscheinend keinen politischen Hintergrund hatte, führt sie zu Aufständen in Lissabon und anderen großen Städten des Landes.Am 5. Oktober 1910 wird in Porto die Republik ausgerufen; später am selben Tag wird eine provisorische Regierung unter Führung des Republikaners Teófilo Braga gebildet.Braga war überzeugter Republikaner und bereits ein bedeutender Schriftsteller, Intellektueller und Literaturwissenschaftler. Mit seiner Berufung an die Spitze der Provisorischen Regierung hatte man gehofft, eine überparteiliche Regierung bilden zu können.Die neue Regierung ist strikt antiklerikal, sämtliche Jesuitenkloster werden aufgelöst, die Gefängnisse in Lissabon füllen sich mit katholischen Priestern und Ordensbrüdern. König Emanuel II. verlässt das Land und erreicht am 17. Oktober 1910 sein Exil in England. Der Religionsunterricht wird verboten, ebenso alle religiösen Bezüge bei Staatsakten, die Adelstitel werden aufgehoben. Der apostolische Nuntius verlässt unter Protest Lissabon. Das Tragen religiöser Habits in der Öffentlichkeit wird verboten, die Zivilehe und die Ehescheidung eingeführt.Nach Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung 1911, bei denen das Wahlrecht zum ersten Mal auf alle erwachsenen männlichen Portugiesen ausgedehnt wurde und die von der Republikanischen Partei mit großer Mehrheit gewonnen werden, wird eine neue Verfassung verabschiedet. Die Monarchie wird nun auch offiziell beendet, ein Zweikammerparlament wird gegründet. Die Verfassung sieht keine direkte Wahl des Präsidenten durch das Volk vor, der Präsident soll vielmehr vom Parlament gewählt werden. Er hat auch nicht die Befugnis, das Parlament aufzulösen. Mit der Verabschiedung der Verfassung endet die provisorische Regierung Teófilo Bragas, Manuel de Arriaga wird erster verfassungsmäßiger Präsident der Republik. (wikipedia)