Am 29. Dezember 2025 gibt das Ministerium für digitale Entwicklung und innovative Technologien der Kirgisischen Republik eine Briefmarkenserie der Kirgisischen Expresspost (KEP) zum Thema „Kirgisische Musikinstrumente“ heraus.
Musik hat in der kirgisischen Kultur seit jeher einen besonderen Platz. Sie begleitete die Kirgisen durch alle Lebensphasen – von Feldzügen und dem Empfang von Gästen bis hin zu festlichen Feierlichkeiten und Gedenkritualen. Musikinstrumente trugen die Erinnerung vergangener Generationen in sich und halfen so, Geschichte, Legenden und das Nationalepos „Manas“ zu bewahren. Heute erklingen traditionelle Melodien nicht nur in Folkloreensembles, sondern auch auf modernen Bühnen, und einige Instrumente erfreuen sich in Ethno-Jazz und experimenteller Musik neuer Beliebtheit.
Die kirgisische Musikkultur hat uralte Wurzeln und ist reich an Volksinstrumenten, von denen jedes den Charakter und die Seele der Nation widerspiegelt. Die neue Briefmarkenserie der KEP zeigt zwei charakteristische kirgisische Musikinstrumente: die Temir Komuz und die Komuz. Die Coupons der Kleinbogen zeigen Volksmusiker, der Ersttagsbrief präsentiert ein weiteres kirgisisches Musikinstrument – die Kyl kyiak.
Die Temir komuz ist eines der ältesten kirgisischen Zupf-Lamellophone, eine Art Maultrommel. Sie ist aus Metall gefertigt und erzeugt einzigartige, vibrierende Klänge durch die Zungenbewegungen im Mund des Spielers. Die kleine Temir komuz begleitete traditionell Epen, Volkslieder und Improvisationen und vermittelte Stimmung und Rhythmus durch Atem und Bewegung. Heute findet sie auch in zeitgenössischen Musikprojekten Verwendung und verbindet so alte Traditionen mit neuen Kunstformen.
Die Komuz ist ein Symbol der kirgisischen Musiktradition und des spirituellen Erbes. Dieses dreisaitige Zupfinstrument wird aus einem einzigen Stück Holz, meist Aprikosen- oder Walnussholz, geschnitzt. Die Komuz erzeugt einen melodischen und ausdrucksstarken Klang und wird zur Aufführung von Volksmelodien und -tänzen sowie zur Begleitung des Epos „Manas“ verwendet. Moderne Musiker experimentieren weiterhin mit der Komuz und integrieren sie in Kompositionen verschiedenster Genres – von klassischer Musik bis hin zu Ethno-Rock –, wobei sie ihre kulturelle Essenz bewahren.
Alle drei Instrumente sind fester Bestandteil der kirgisischen Kultur. Sie verkörpern die Harmonie der Natur, den Rhythmus des Lebens und die schöpferische Inspiration der Menschen und schlagen durch die Sprache der Musik eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.