Am 29. Dezember 2025 gibt das Ministerium für digitale Entwicklung und innovative Technologien der Kirgisischen Republik eine Briefmarkenserie der Kirgisischen Expresspost (KEP) heraus: „Prähistorische Fauna Kirgisistans (Fortsetzung der Serie)“.
Vor Millionen von Jahren war das Gebiet des heutigen Kirgisistan die Heimat bemerkenswerter Lebewesen, deren Überreste Paläontologen heute helfen, die ferne Vergangenheit der Region zu rekonstruieren. Einzigartige Fossilien wurden in Ablagerungen aus dem Jura und der Kreidezeit entdeckt und spiegeln den Reichtum und die Vielfalt der prähistorischen Fauna der Region wider. Die neue Briefmarkenserie der KEP setzt das Thema prähistorischer Tiere fort und zeigt drei seltene Arten, deren Überreste speziell in Kirgisistan gefunden wurden.
Rhamphorhynchine (Rhamphorhynchinae indet.) – ein Vertreter der Ordnung Pterosaurier, der vor etwa 160–145 Millionen Jahren lebte. Diese urzeitlichen Flugreptilien zeichneten sich durch einen langen Schwanz mit einer rautenförmigen Feder aus, die ihnen beim Flug Stabilität verlieh. Rhamphorhynchinen jagten Fische und Kleintiere und lebten in der Nähe von Gewässern.
Tashkumyrodon desideratus – eines der frühesten bekannten Säugetiere Asiens. Es lebte vor etwa 163 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Tasch-Kumyr. Tashkumyrodon war etwa so groß wie eine kleine Maus, ernährte sich von Insekten und war nachtaktiv. Seine Entdeckung ist ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der frühen Säugetierevolution.
Alpkarakush kyrgyzicus – ein räuberischer Theropode, der vor etwa 163 Millionen Jahren lebte. Seine Überreste wurden in der Balabansai-Formation in der Region Tasch-Kumyr gefunden. Alpkarakush war ein Landraubtier mit einem gut entwickelten Skelett und kräftigen Hinterbeinen. Die gefundenen Knochen weisen auf einen typischen Theropoden-Körperbau und ein räuberisches Verhalten hin. Die Entdeckung dieses Fossils ist von großer Bedeutung für die zentralasiatische Paläontologie, da sie das Verständnis der jurassischen Faunavielfalt in der Region erweitert und die evolutionären Verbindungen der Theropoden zu anderen Gruppen räuberischer Dinosaurier erhellt.
Die Ränder des Sammel-Kleinbogens zeigen Ferganoceratodus jurassicus – eine Gattung der Lungenfische (Dipnoi), deren Überreste in jurassischen Ablagerungen in Kirgisistan entdeckt wurden. Lungenfische sind bekannt für ihre einzigartige Fähigkeit, ihre Schwimmblase als primitive Lunge zur Atmung von Luft zu nutzen. Somit besaßen diese Fische sowohl Kiemen- als auch Lungenatmung.
KEP dankt Aizek Asanbekovich Bakirov, dem amtierenden Direktor des M. M. Adyshev-Instituts für Geologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften beim Präsidenten der Kirgisischen Republik, herzlich für seine wertvolle Beratung bei der Erstellung dieser Briefmarkenausgabe.