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Veranstaltungen - Versammlung von Melide

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Über Veranstaltungen - Versammlung von Melide

Zum Gedenken an den 500. Jahrestag der Versammlung der Ritter und Prälaten des Königreichs Galicien am 4. Dezember 1520 fand in Melide eine Gedenkveranstaltung statt. Dieses hochrangige Treffen brachte die Herren des alten Königreichs Galicien zusammen, um im Namen des Volkes Entscheidungen zu treffen und König Karl I. eine Reihe von Forderungen zu stellen. Die Versammlung erntete die Früchte des Irmandiñas-Aufstands, dessen Zentrum und Ausgangspunkt ebenfalls in einer Versammlung in Melide lag.

Am 4. Dezember 1520 eröffnete Alonso III. de Fonseca, Erzbischof von Santiago, die Versammlung, zu der sich die Prälaten und Ritter des Königreichs Galicien in Melide, dem Zentrum des Königreichs, versammelt hatten. Dort gelang es ihnen, die verschiedenen Kräfte – Bischöfe, Adlige und Vertreter der Städte und Gemeinden – zu vereinen. Dies bedeutete, dass auf dieser Versammlung grundlegende Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern der damaligen politischen und sozialen Ordnung bildeten. Auf dieser Versammlung wurden im Namen Galiciens Petitionen formuliert, die Kaiser Karl V. (I. von Spanien) vorgelegt werden sollten. Eine der wichtigsten Forderungen war die Erlangung des Wahlrechts für Galicien in den Cortes, die bis dahin von Zamora vertreten worden waren.

Diese Versammlung von Melide, die die herrschenden Klassen des Landes zusammenbrachte, vereinte die verschiedenen gesellschaftlichen Kräfte Galiciens. Sie gilt daher als eines der ersten Beispiele für den Beginn eines neuen politischen Modells, das später als Parlamentarismus bezeichnet werden sollte. Denn es wurden grundlegende und weitreichende politische und soziale Entscheidungen getroffen, um Rechte für das gesamte galicische Volk einzufordern. So bildete sie den Kern der politischen Ordnung des späten Mittelalters und den Beginn der Neuzeit in Galicien.

Die Briefmarke ist eine Illustration von José Alberto García Taracido.