Das Militärgeographische Institut ist eine der ältesten Institutionen unserer Armee. Es begeht seinen Jahrestag am 5. Februar, dem Tag, an dem Fürst Milan M. Obrenović 1876 ein Dokument zur Gründung des Generalstabs unterzeichnete. Darin wurde die Zweite Abteilung mit dem Auftrag eingerichtet, „Aufgaben im Zusammenhang mit der militärischen Vermessung Serbiens durchzuführen, Karten für militärische Zwecke zu erstellen, verschiedene militärische Pläne zu erfassen und auszuarbeiten sowie unser eigenes Land und die Nachbarländer in Bezug auf Geographie, Topographie, Statistik usw. zu beobachten und zu studieren“.
1920 wurde die Abteilung zum Geographischen Institut (1923 zum Militärgeographischen Institut) – der ersten militärischen Institution, die den Namen eines Instituts trug. Seit seiner Gründung hat das Institut seine Haupttätigkeit – die Erstellung von Karten für militärische Zwecke – nicht verändert und eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der serbischen Geodäsie, Kartographie und Photogrammetrie gespielt. Es realisierte eine Reihe von Projekten von nationaler Bedeutung, wie beispielsweise die Planung und den Aufbau der ersten staatlichen trigonometrischen, nivellierenden, gravimetrischen und GPS-Netze. Eine der wichtigsten Aufgaben des Instituts war die erste systematische topografische Vermessung des gesamten Staatsgebiets, auf deren Grundlage zahlreiche topografische Karten erstellt wurden.
Heute ist das Militärgeografische Institut eine wissenschaftliche Forschungs-, Produktions- und technische Einrichtung der serbischen Streitkräfte. Es ist in den Bereichen Geodäsie, Photogrammetrie, Kartografie, Geoinformationssysteme, Kartenreproduktion, Metrologie und anderen Geodisziplinen tätig. In der Tradition seiner langen Geschichte setzt das Militärgeografische Institut seine Pionierarbeit in diesem Jahrhundert fort, die sich heute in der Anwendung modernster Informationstechnologien für die Erstellung topografischer Karten widerspiegelt.