Grönland beheimatet über 520 einheimische Pflanzenarten. Hinzu kommen rund 200 eingeführte Arten wie Lupinen, Sibirischer Mohn und Europäischer Löwenzahn.
Wir präsentieren den zweiten Teil unserer Serie „Grönländische Pflanzen“. Die Künstlerin Buuti Pedersen gestaltet weiterhin die gesamte Pflanzenserie. Grönlands Flora ist unglaublich vielfältig. Von üppigen Buschlandschaften und farbenprächtigen Blumenwiesen bis hin zu spärlicher Vegetation in felsigen Gebieten und Steppen – Grönland bietet eine Fülle unterschiedlicher Pflanzengesellschaften und Lebensräume, die sich jeweils durch eine große Vielfalt an Pflanzen und Blumen auszeichnen. Die beiden Pflanzen, die in diesem zweiten Teil der Serie vorgestellt werden, sind der Arktische Federling und der Eisige Hahnenfuß. Der Arktische Federling ist eine bezaubernde kleine blaue Blume, die oft zusammen mit anderen typischen arktischen Pflanzen wächst. Wie andere Arten der Enzianfamilie ist er für seine zarten blauen Blüten bekannt. Der Arktische Federling erreicht eine Höhe von 5–15 cm und hat 2–3 cm lange Blätter. Sie ist ein Beispiel für die widerstandsfähigen Pflanzen, die im rauen Klima Grönlands überleben, oft neben anderen einzigartigen Arten.
Gletscher-Hahnenfuß
(Ranunculus glacialis) ist in den arktischen Regionen sowohl im niedrigen als auch im hohen Norden weit verbreitet und gedeiht unter den rauen arktischen Bedingungen, häufig in Schnee- und Gletschergebieten. Er kommt sogar in Ostgrönland vor. Es handelt sich um eine kleine, ausdauernde, 5–20 cm hohe Pflanze mit glänzenden, fleischigen, tief gelappten Blättern und großen Blüten, die sich weiß öffnen und mit der Zeit rötlich werden. Während des kurzen arktischen Sommers locken diese Blüten Bestäuber an, die in dieser rauen Umgebung aktiv sind. Sie ist ein typisches Beispiel für die grönländische Flora, die extreme Bedingungen überstehen kann und somit ein faszinierendes Merkmal der einzigartigen Naturlandschaft des Landes darstellt.