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Mythen und Flora

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Über Mythen und Flora

Nach dem Tod des illyrischen Königs Agron übernahm seine Frau Teuta die Macht, die von 231 bis 227 v. Chr. anstelle ihres minderjährigen Stiefsohns Pines über Illyrien herrschte. Im Jahr 229 v. Chr. trat sie wegen der illyrischen Piraterie in der Adria in einen Krieg mit den Römern ein.

Es gibt viele Legenden über Teuta und ihre Höfe. So wird unter anderem erwähnt, dass sie sich auf Šolta und Hvar, in Ploče und in Jezero bei Jajce aufhielt. In der Gegend von Široki Brijeg erzählt man sich, dass König Agron ihr ein Sommerhaus in Borak an der Quelle des Flusses Lištica erbaute, wo sich noch heute die Überreste einer Festung befinden.

Eine der Legenden besagt auch, dass sich die Königin nach ihrer Niederlage in die Festung Rhizon (Risan in der Bucht von Kotor) zurückzog. Umzingelt von römischen Streitkräften und nicht gewillt, ihnen in die Hände zu fallen, wählte sie den Tod durch einen Sprung von einem Felsen oberhalb von Risan. Aus der Höhle, die ihren Namen trägt, entspringt der Sopot, eine Quelle, die nur zweimal im Jahr erscheint und der Überlieferung nach aus Teutas Tränen entstand, die sie weinte, als sie zusehen musste, wie die Römer ihr Königreich eroberten. In Risan wachsen wilde Oleanderhaine, die als Blumen der Königin Teuta bezeichnet werden. Die Legende besagt, dass Teutas Krieger, die die Festung beschützten, sie in diese Gegend brachten. Sie bestrichen ihre Pfeilspitzen mit dem giftigen Saft des Oleanders (im Volksmund „zlojesina“ genannt), der Koma und Tod verursachte.

(Željka Šaravanja)