Der Seemann, der Geschichte malte: Hans Skálagarðs Reise
Der Mann, der die Verfassung malte, die heute auf einer Briefmarke abgebildet ist, war Hans Skálagarð. Geboren am 7. Februar 1924 in Skálagarður im Dorf Skúvoy, war er der älteste Sohn einer Bauernfamilie und sollte den Hof erben. Doch er wählte einen anderen Weg – das Meer und schließlich die Kunst. In den Vereinigten Staaten wurde er als Meister der maritimen Malerei bekannt.
Skúvoy, eine kleine, abgelegene Insel im Nordatlantik, prägt ihre Bewohner seit Jahrhunderten. Das raue Klima und die Isolation fördern Widerstandsfähigkeit und Unabhängigkeit. Schon früh fühlte sich Hans mehr zur Küste als zum Alltag auf dem Bauernhof hingezogen. Das Dorf hatte etwa 130 Einwohner, und die Kinder waren stark in das Alltagsleben eingebunden. Wenn sie nicht in der Schule waren, segelten sie mit kleinen, selbstgebauten Booten in der Nähe von Skálagarður. Entlang der Küste waren Felsen und Landmarken nach fernen Fischgründen der Färöer-Inseln, Islands und Grönlands benannt. Doch Hans träumte davon, noch weiter zu reisen. Amerika hatte ihn bereits in seinen Bann gezogen.
Seine Mutter erinnerte sich später, dass er sich durch seine Hingabe zum Zeichnen und Malen – ein ungewöhnliches Interesse an dieser Umgebung – von anderen Kindern unterschied.