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Geschichte der Kleidung V

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Über Geschichte der Kleidung V

Die Magyar Posta setzt ihre Briefmarkenserie Geschichte der Kleidung fort und präsentiert zwei Outfits aus dem 19. Jahrhundert. Zwanzigtausend Exemplare der neuen Ausgabe wurden nach dem Entwurf des Grafikers István Weisenburger von der Druckerei Pénzjegynyomda hergestellt. Die neuen Briefmarken sind ab dem 15. Juli 2026 in Ersttagspostämtern und Filaposta in Ungarn erhältlich, können aber auch im Online-Shop von Magyar Posta bestellt werden.

Der ungarische Ausdruck „díszmagyar“ bezieht sich auf die Hoftracht, also die traditionelle zeremonielle Kleidung des Adels und der Standesgenossen des Reiches. Es handelt sich im Wesentlichen um ein von der Geschichte und dem Nationalgefühl inspiriertes Kostüm, da es in seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert darauf abzielte, die edle Kleidung früherer Jahrhunderte nachzuahmen und an sie anzuknüpfen. Passend zum historistischen Geschmack des 19. Jahrhunderts wurden bestimmte Merkmale des 17. und 18. Jahrhunderts wiederbelebt, da sich im 16. und 17. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss die historische ungarische Kleidung entwickelt hatte, die sich zur Hoftracht entwickelte und ab 1867 auch zum Symbol des aristokratischen Lebens wurde.

Die prächtig verzierten Gewänder versetzten ganz Europa in Staunen, als anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrtausend der Eroberung Ungarns im Jahr 1896 Menschen aus der gehobenen Gesellschaft in diesen Kostümen bei Festen, Großveranstaltungen und Bällen auftraten. Diese prächtigen, farbenfrohen Kleidungsstücke wurden sehr bewundert. Sie bestanden aus einer Samtjacke, die mit Goldborten geschmückt und oft mit einem Kriegerknoten verziert war, passenden Hosen, einem Dolman aus feinem, mit Gold durchwirkten und mit Borten verzierten Seidenstoff, reich und aufwendig verzierten Stiefeln und einer Mütze sowie anderen traditionellen Accessoires: einem Schwert, einer Umhangspange, einem Gürtel und einem Mützenjuwel.

Die ungarische Hoftracht, eine Schöpfung der nationalen Kultur, ist die zeremonielle Tracht des Landes, die sich im 19. Jahrhundert entwickelte. Diese Art von Kleidung ist keine Volkstracht, sondern sollte die nationale Identität repräsentieren. Ungarische Hofkleidung kam 1830 zur Zeit der Krönungszeremonie von König Ferdinand V. von Ungarn in Pozsony (heute Bratislava, Slowakei) in Mode und bestimmte dann mehrere Jahrzehnte lang die Mode, danach wurde sie normalerweise nur noch zu staatlichen Anlässen getragen.

Auf den Briefmarken des Kleinbogens sind ungarische Hoftrachten für einen Mann und eine Frau abgebildet. Im Hintergrund der Briefmarken erscheinen ein Blick auf den Stadtpark aus längst vergangenen Zeiten und ein Ausschnitt aus der Burg Solymos in Siebenbürgen. Der Rahmen des Blocks zeigt ein rekonstruiertes Blumenmuster des Dolmans, während der Ersttagsbrief das Blumenmuster des Rocks zeigt. Der Poststempel auf dem Ersttagsbrief ist eine stilisierte Zeichnung des Besatzes am Taillenbund des Damenkleides.