Die Reise geht weiter
Die dritte Briefmarkenserie zu Schweizer Sehenswürdigkeiten liest sich erneut wie eine Wunschliste mit Reisezielen im ganzen Land – perfekt für Abenteuerlustige, Wanderfreunde und Genießer. Diese Briefmarken veranschaulichen eindrucksvoll die Vielfalt eines Sektors, der für viele Regionen der Schweiz eine wichtige Rolle spielt.
Kapellenbrücke
Fast 14.000 Menschen überqueren täglich dieses Wahrzeichen Luzerns. Dass diese Brücke aus dem 14. Jahrhundert noch steht, ist bemerkenswert: Ihre ursprüngliche Länge von 279 Metern hat sich im Laufe der Zeit, beispielsweise durch Aufschüttungen und den Bau des Rathausquais, auf 74 Meter reduziert. Gerüchten zufolge sollte sie sogar abgerissen werden, doch Protestierende und Reisende aus England, die die Brücke besuchen wollten, vereitelten diese Pläne. 1993 zerstörte ein Brand große Teile der Brücke, die inzwischen wiederaufgebaut wurden.
St. Moritz
St. Moritz ist eines der bekanntesten Winterreiseziele der Welt und gilt zudem als Vorreiter im Markenschutz. Seit 1930 ist eine Sonne mit Schriftzug ein prägendes Merkmal der visuellen Identität der Stadt und damit eines der ältesten Tourismusmarken der Welt. 1986 wurde der Ortsname als weltweit erstes Reiseziel rechtlich geschützt. Ein weiteres prägendes Merkmal sind die gehobenen Hotels der Stadt – etwa die Hälfte der Betten entfällt auf die Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie. St. Moritz erlangte zudem internationale Bekanntheit als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948.
Creux-du-Van
Der Name Creux-du-Van stammt vom keltischen Wort „van“ für Fels. Die Kalksteinschichten der 160 Meter hohen Klippen wurden vor fast 200 Millionen Jahren von einem Urmeer abgelagert. Im Laufe der Zeit formten Eis und Wasser sie zu einem markanten Felsbecken im Neuenburger Jura. Heute ist das Gebiet ein geschützter Lebensraum für Gämsen, Steinböcke, Luchse und Auerhühner.
Tipp: Der „Fontaine froide“ am Fuße des natürlichen Amphitheaters bietet Wanderern eine erfrischende Abkühlung, da die Wassertemperatur das ganze Jahr über nie über vier Grad steigt.
Dufourspitze
Willkommen auf dem mit 4.634 Metern höchsten Berg der Schweiz, benannt nach Guillaume Henri Dufour. Der Gipfel im Monte-Rosa-Massiv wurde 1863 durch einen Beschluss des Bundesrates nach dem General benannt, um seine Verdienste um die Kartografie zu würdigen. Dufour leitete die Erstellung der ersten vollständigen topografischen Karte der Schweiz. Apropos Innovation: Für die kristalline Monte-Rosa-Hütte aus Holz und Aluminium wurden in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich innovative Bautechnologien und Energiemanagementlösungen entwickelt, um die Hütte weitgehend autark zu gestalten.