Ein erhellendes Symbol
Wie lassen sich Heimat und Identität im Kleinformat darstellen? Für diese Briefmarke verlieh Andriu Deplazes seinem Werk „Hügelfeuer“ eine neue Bedeutung.
Ein See spiegelt das Licht, der Himmel ist in Dämmerung getaucht – ein Moment zwischen Fest und Stille, zwischen Mythos und Gegenwart. „Das Hügelfeuer ist ein historisches, nationales Symbol der Freiheit, das romantisiert, aber auch politisch aufgeladen ist“, erklärt Deplazes den Entwurf der Briefmarke.
Die Inspiration für den Entwurf ist ein monumentales Gemälde, das Deplazes für die Art Basel Unlimited 2025 schuf: ein Hügelfeuer über dem Vierwaldstättersee. Das Gemälde zeigt verschiedene Gestalten, die das Feuer in der Dämmerung beobachten, während andere, schattenhafte Formen über den Bergsilhouetten verschwinden.
Für die neue Briefmarkenserie, die das Engagement der Schweizerischen Post für die Kunst feiert, schuf Deplazes ein neues Bild, das die Essenz dieses Themas im kompakten Kleinformat einfängt.
Das Bild, ursprünglich mit Öl und Tinte auf Papier geschaffen, dann im Monotypie-Verfahren überdruckt und schließlich fotografisch reproduziert, wird so zu einem mobilen Medium für philosophische und gesellschaftliche Fragen.
Wie die Briefmarke entstand:
Ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus ganz Schweiz, deren Werke in der Kunstsammlung der Schweizerischen Post vertreten sind, wurden zu einem Wettbewerb eingeladen. Ziel war es, eine Briefmarke zu gestalten, die das Engagement der Schweizerischen Post für die Kunst verdeutlicht. Die Künstlerinnen und Künstler sollten sich an der Sammlungsstrategie der Kunstabteilung orientieren, die Themen und Anliegen aufgreift, die die Schweizer Gesellschaft als Ganzes bewegen. „Der Entwurf von Andriu Deplazes erfüllt diese Anforderung besonders gut, indem er wichtige Themen aufgreift und sie auf verständliche Weise vermittelt. Seine Werke erkunden Menschen, Landschaften und kulturelle Kontexte und fördern den Dialog zwischen Tradition und Moderne – ein Ansatz, der die Rolle der Schweizerischen Post als Vermittlerin zwischen Menschen und Orten widerspiegelt“, erklärt Diana Pavlicek, Leiterin der Kunstabteilung der Schweizerischen Post.