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Klára Prückler – Die Erste Ungarische Briefmarkenhändlerin – Eröffnete vor 150 Jahren das Erste Briefmarkengeschäft in Budapest.

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Über Klára Prückler – Die Erste Ungarische Briefmarkenhändlerin – Eröffnete vor 150 Jahren das Erste Briefmarkengeschäft in Budapest.

Im Jahr 2026 feiert die Ungarische Post (Magyar Posta) das 150-jährige Jubiläum der Eröffnung des ersten Briefmarkengeschäfts, das mit Klára Prückler, der ersten ungarischen Briefmarkenhändlerin, verbunden ist, mit der Herausgabe einer thematischen Briefmarke. Von der von dem Grafiker Imre Benedek entworfenen, personalisierten Briefmarke wurden 12.250 Exemplare gedruckt. Die neue Ausgabe ist in Filaposta, bei Philatelie-Fachgeschäften und auf www.posta.hu erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Klára Prückler (1844–1918) entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Pest. Die Familie betrieb ein Gewürzgeschäft und war mit der Familie von Ignác Prückler verwandt, der als Pionier der Sektherstellung bekannt war. Dieser kaufmännische Hintergrund dürfte maßgeblich zu Kláras späterem Erfolg als Unternehmerin beigetragen haben. Nach dem Tod ihres Bruders im Jahr 1876 übernahm Klára die Leitung des Familienunternehmens. Dies war in Ungarn während der Doppelmonarchie an sich schon höchst ungewöhnlich, da die Wirtschaft überwiegend von Männern geführt wurde. Da Klára bereits eine leidenschaftliche Briefmarkensammlerin war, erkannte sie die rasch wachsende Beliebtheit des Briefmarkensammelns und eröffnete am 24. August 1876 in der Soroksári út 25 in Budapest Ungarns erstes Fachgeschäft für Briefmarken. Damit gehörte sie zu den Pionierinnen der ungarischen Philatelie. Später ermöglichte ihr Geschäftssinn ihr, ihr Geschäft in die Régi posta utca 5, mitten im Herzen der Stadt, zu verlegen.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts beschränkte sich ihr Geschäft nicht mehr nur auf den An- und Verkauf von Briefmarken. Sie pflegte auch Beziehungen zu ausländischen Händlern, inserierte regelmäßig in ungarischen und internationalen Philateliezeitschriften und knüpfte Kontakte zu Philatelisten in verschiedenen europäischen Ländern. Dank ihrer Arbeit erhielten ungarische Sammler leichteren Zugang zu ausländischen Briefmarken und Katalogen. 1886 veröffentlichte sie den ersten ungarischen Briefmarkenkatalog, der die in Ungarn im Umlauf befindlichen Briefmarken kategorisierte. 1906 erhielt sie ein Patent für eine von ihr selbst entworfene Aufbewahrungsmöglichkeit für Briefmarken, eine „Briefmarkenmappe“, die die unbeschädigte Aufbewahrung und Präsentation der Briefmarken gewährleistete. Als Pionierin unter den Unternehmerinnen war ihre Arbeit von enormer Bedeutung, nicht nur für die Philatelie, sondern auch für die Förderung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen.