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2026Künstlerkolonie Nida – Gemeinschaftsausgabe mit Deutschland - Serie

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Technische Details
  • 06.08.2026
  • A. Lube
  • Baltijas Banknote, SIA, Latvia
  • Offset
  • 37,5 x 30mm
  • €2.05
Themengebiete
Über Künstlerkolonie Nida – Gemeinschaftsausgabe mit Deutschland

Die Künstlerkolonie Nida gilt als älteste Künstlerkolonie an der Ostseeküste. Ihre Ursprünge reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als Professoren und Studenten der Königsberger Kunstakademie begannen, ihre Sommer in Nida zu verbringen. Als einer der wichtigsten Wegbereiter der Kolonie gilt Ernst Bischof-Kulm, ein Absolvent der Akademie. Das 1885 von Herman Blodė gegründete Hotel entwickelte sich zu einem Zentrum für Künstlerbegegnungen und kreatives Schaffen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts avancierte Nida zu einem beliebten Treffpunkt für deutsche Künstler, Intellektuelle und Kreative. Hier fanden Kunstdiskussionen statt, es wurde Musik gespielt und Gedichte vorgetragen. Nachdem die Region Klaipėda 1923 Teil Litauens wurde, inspirierte die Landschaft der Kurischen Nehrung auch litauische Künstler, und der Geist freier Kreativität blühte in Nida weiter auf. Das Gemälde auf der neuen Briefmarke stammt von Karl Schmidt-Rottluff, einem der bedeutendsten deutschen Expressionisten. Das NS-Regime stufte sein Werk als sogenannte „entartete Kunst“ ein, und 1937 wurden Hunderte seiner Werke beschlagnahmt oder zerstört. 1941 wurde ihm jegliche künstlerische Tätigkeit untersagt. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs endete auch die Geschichte der Künstlerkolonie Nida. 1945 wurde die beeindruckende Gemäldesammlung im Haus von Herman Blodė zerstört. Später brachten die ehemaligen Künstler der Kolonie ihre Sehnsucht nach der Kurischen Nehrung und der Natur Nidas, die ihnen nun unzugänglich geworden war, zum Ausdruck, indem sie Bilder ihrer Lieblingsorte aus der Erinnerung malten.

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