MARCH MADNESS - ENVÍO GRATUITO DESDE 25 PAÍSES
Versand: Versandkosten ab GBP £1.93

Ostern – Traditionelle Schafzucht und Gebirgsschafzucht

Serie
GBP £1.23
Ersttagbriefe
GBP £2.11
Postkarte
GBP £1.67
Markenheftchen
GBP £12.28
Über Ostern – Traditionelle Schafzucht und Gebirgsschafzucht

Die Schafzucht ist seit Langem ein wichtiger Bestandteil der slowakischen Landwirtschaft. Schon prähistorische Bewohner kannten Schafe und nutzten sie als Lieferanten von Fleisch, Wolle, Milch und Fellen. Schriftliche Aufzeichnungen zur Schafzucht aus dem frühen Mittelalter sind erhalten geblieben, und ihre Bedeutung nahm in den Bergregionen nach der walachischen Kolonisation vom 14. bis 17. Jahrhundert deutlich zu. In vielen Gebieten wurde die Schafhaltung zur Haupteinnahmequelle und prägte sowohl den Lebensstil als auch die traditionelle Kultur der Bewohner.

Die Gebirgsschafhaltung war ein besonderes System der Schafhaltung, typisch für die Karpatenregion. Sie verbreitete sich von der Balkanhalbinsel und wurde an die vorhandenen Weideflächen und wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Die Schafe grasten auf höher gelegenen, zuvor ungenutzten Weideflächen. Die Schafzucht konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verarbeitung von Schafmilch und die Herstellung von „Bryndza“ (einem speziellen Schafskäse), „Oštiepok“ (einem traditionellen geräucherten Schafskäse), „Parenica“ (einem traditionellen Käse) und „žinčica“ (einem Getränk aus Schafsmolke), was sich in der eigens entwickelten Terminologie widerspiegelt. Die Schafe blieben von Ende April bis zum Herbst auf der Weide, was den Bau von Bergbauernhöfen und Hirtenhäusern erforderlich machte.

Auf den Bergbauernhöfen gab es viele verschiedene Aufgaben in der Schafhaltung. Der Oberhirte leitete den Betrieb des Hofes, während ältere Hirten, Hirten für nicht-milchgebende Schafe und Helfer – Jungen, die sich auf den Hirtenberuf vorbereiteten – ebenfalls eine wichtige Rolle spielten. Die Arbeit der Hirten war körperlich anstrengend und erforderte Geschicklichkeit, Disziplin und Teamfähigkeit. Die Zeit, die sie in abgelegenen Gebieten verbrachten, prägte ihre Persönlichkeit. Sie besaßen umfassende Kenntnisse über die Natur ihrer Region, konnten das Wetter vorhersagen, nutzten Heilpflanzen und gaben ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Die Bergschafhaltung hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die traditionelle Volkskultur, die sich in Liedern, Bräuchen und Holzschnitzereien mit Darstellungen der Schafhaltung widerspiegelt.

Das Thema der Ausgabe Ostern 2026: Traditionelle Schafhaltung und Bergschafhaltung zeigt die Werke des Holzschnitzers Eduard Gregor. Sein Werk war geprägt von der Schafhaltung, und er schuf Objekte und Motive, die mit dem Leben auf einer Bergschaffarm verbunden sind.

Jana Koltonová