Am 8. Juni 2026 gibt PostNL den Briefmarkenbogen „Schreib einen Kuchen“ heraus, der sechs Briefmarken in sechs verschiedenen Motiven enthält. Die Briefmarken zeigen sechs verschiedene, fröhliche und verlockende Kuchen. Der Titel ist ein Wortspiel und soll dazu anregen, die Briefmarken insbesondere für Grußkarten zu verwenden. Die Briefmarken haben den Wert 1 für Postsendungen bis einschließlich 20 Gramm mit Zielort innerhalb der Niederlande.
Der Briefmarkenbogen „Schreib einen Kuchen“ wurde vom Illustrator José Luis García Lechner aus Amsterdam entworfen. Der Preis für einen Bogen mit sechs Briefmarken beträgt 8,40 €. Beim Reiben verströmen die Briefmarken den Duft von süßen Kuchen.
HINTERGRUND: Ein Kuchen ist ein meist rundes und oft süßes Backprodukt, das hauptsächlich zu Feierlichkeiten, als Dessert oder als Leckerei zu Kaffee oder Tee gegessen wird. Das Wort „Kuchen“ stammt vom französischen „torte“ oder „tarte“, das wiederum vermutlich vom lateinischen „torta“ (gedrehtes Gebäck) oder „tortula“ (kleines Weißbrot) abgeleitet ist.
Bereits vor 9.500 bis 6.000 Jahren stellten die alten Ägypter Getreidegebäcke aus Hafer, Weizen oder Roggen her, die mit Honig gefüllt und auf glühender Holzkohle gebacken wurden. Später, zur Zeit der Pharaonen, produzierten Bäcker am ägyptischen Hof Brote mit Früchten, Nüssen und Honig. Ihr Backprozess ist im Grab von Pharao Ramses II. (ca. 1300–1213 v. Chr.) dargestellt. Laut einigen Quellen stellten die Israeliten etwa zur gleichen Zeit die ersten richtigen Backwaren her, darunter Feigenkuchen. Alexander der Große (356–323 v. Chr.) soll ihre Backkunst in Griechenland eingeführt haben. Kuchen tauchen häufig in griechischen Dramen auf. Als die Römer Griechenland eroberten, lernten auch sie das Kuchenbacken.
Mit den Kreuzzügen und den Entdeckungsreisen im Mittelalter wurde Rohrzucker in Europa eingeführt, wodurch Kuchen immer süßer wurden. Die Entwicklung des geschlossenen Backofens und des Backpulvers im 19. Jahrhundert ermöglichte es, leichtere Kuchen zu backen.