Die Bajrakli-Moschee, das wichtigste islamische Kulturzentrum in Belgrad, ist ein einräumiger Bau mit Kuppel und Minarett, der um 1522 erbaut wurde. Ursprünglich hieß sie Čohadži-Moschee, benannt nach ihrem Stifter, dem Tuchhändler Hadži Alija. Nach der Renovierung 1741 hieß sie zeitweise Hussein-Bey-Moschee und erhielt Ende des 18. Jahrhunderts den Namen Bajrakli-Moschee, benannt nach der Flagge, die an ihr wehte und den gleichzeitigen Gebetsbeginn in allen Moscheen signalisierte.
Die Architektur der Moschee ist ein einräumiger kubischer Bau mit quadratischem Grundriss und einer achteckigen Kuppel, die von östlichen Unterkuppelbögen und Nischen (Trompes) getragen wird. Sie ist mit schlichten Konsolen verziert und verfügt über ein Minarett.
Sie ist aus Stein erbaut und hat massive Mauern mit wenigen Öffnungen. An der äußeren Nordwestseite befinden sich Minarette, ein schmaler Turm mit konischem Dach und einer runden Terrasse. Gegenüber dem Eingang, im Inneren der Moschee, befindet sich der heiligste Raum – der Mihrab, eine flache Nische mit kunstvollem Gewölbeschmuck, die in Richtung der heiligen Stadt Mekka im Südosten ausgerichtet ist. Rechts vom Mihrab befindet sich eine Mimbar, eine erhöhte Holzkanzel, und über dem Eingang befindet sich eine hölzerne Galerie – der Mahfil.
Die Innenausstattung der Moschee ist schlicht, mit seltenen stilisierten floralen und geometrischen Motiven sowie kalligrafischen Inschriften mit Koranversen an den Wänden.
Aufgrund ihres hohen Alters, ihrer Seltenheit, der Erhaltung ihres ursprünglichen Zwecks sowie ihrer Repräsentativität für religiöse Architektur und islamische Kultur wurde die Moschee 1946 als Kulturdenkmal unter staatlichen Schutz gestellt und 1979 zu einem Kulturgut von besonderer Bedeutung erklärt.