Die Briefmarken zeigen zehn Gartenkräuter: Basilikum, Schnittlauch, Rosmarin, Minze, Salbei, Estragon, Petersilie, Dill, Thymian und Oregano. Diese zehn Kräuter werden in den Niederlanden am häufigsten in der Küche verwendet und sind daher auch als Küchenkräuter bekannt. Alle zehn sind sehr realistisch dargestellt und stehen einzeln vor demselben Hintergrund. Umgeben sind sie auf dem Briefmarkenbogen von einem farbenfrohen, stimmungsvollen Fantasiegarten mit einer wilderen Komposition aus Gras, Pflanzen, Blumen, Insekten und verschiedenen Küchenutensilien.
DESIGN
Briefmarkenbogen
Designerin Margot Holtman: „Ich hatte ursprünglich einen gedeckten Tisch aus der Vogelperspektive mit zehn Tellern, auf denen die Gartenkräuter abgebildet sind, im Sinn. Mir fehlte jedoch bei diesem Entwurf das Gartenelement.“ Deshalb habe ich am Rand des Briefmarkenbogens einen wilden Garten gezeichnet und ihn nach Herzenslust ausgefüllt – nicht nur mit einer Biene, einem Schmetterling, Blumen und anderen Naturelementen. Da Gartenkräuter auch in der Küche verwendet werden, habe ich Kochutensilien wie Schneebesen, Schöpfkelle, Gabel, Olivenöl und Pfeffermühle hinzugefügt. Da der Briefmarkenbogen zu Herbstbeginn erscheint, habe ich auch einen Topf Kürbissuppe abgebildet. Der Stil der Gartenzeichnung bildet einen starken Kontrast zu den botanischen Darstellungen der Gartenkräuter.
Briefmarken
Zuerst habe ich die zehn Kräuter ausgewählt. Ich war viele Jahre neben meiner Arbeit als Illustratorin auch Köchin. Die abgebildeten Kräuter sind in den Niederlanden die am häufigsten verwendeten und werden das ganze Jahr über verwendet. Das elfte Kraut der Serie, Koriander, habe ich leider nicht mit aufgenommen. Schade, aber es sind ja immerhin zehn Briefmarken. Ich habe sie sehr präzise gezeichnet, so wie man sie in einem Gemüsegarten finden könnte, und einen hellgrünen Hintergrund gewählt, vor dem sie wunderschön zur Geltung kommen.“
Illustrationen
„Seit einigen Jahren zeichne ich viel digital auf dem iPad. Dadurch kann ich noch detaillierter arbeiten, da man die Zeichnungen dort vergrößern kann. Es ist immer noch handwerkliche Arbeit; deshalb zeichne ich all die kleinen Striche in den Schraffurmustern, die ich oft selbst verwende, aber mit den verschiedenen Stiften und Pinseln des Procreate-Programms.“
Typografie
Der Titel „Tuinkruiden“ und der Name der Designerin sind auf dem iPad geschrieben und zeigen daher Margot Holtmans Handschrift.
Über die Designerin
Margot Holtman (geb. 1984) fertigt detaillierte und raffinierte Zeichnungen an, die sich oft durch den ausgiebigen Einsatz von Schraffuren auszeichnen. Die Natur ist ihr bevorzugtes Motiv. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam und belegte ein Nebenfach in Illustration am Pratt Institute in New York. Anschließend nahm sie an verschiedenen Künstlerresidenzen teil, unter anderem auf Madeira, in New York und in Leipzig. Ihre Arbeiten wurden in diversen Gruppenausstellungen und Zeitschriften (Mystical Miles, Tummy Magazine) gezeigt. Nebenbei arbeitete sie als Köchin, bis ihr mit ihren Illustrationen in der Kolumne „De aard van het beestje“ in der Volkskrant der Durchbruch gelang. Die Texte für diese Kolumne verfasste Casper Janssen. Für das gleichnamige Buch, das auf diesen Kolumnen basiert, erhielt sie 2024 den Nature Book Prize. Heute illustriert sie hauptsächlich Kinderbücher, wie beispielsweise die Reihe „Das Droog“, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester Dagmar Holtman gestaltet. Sie arbeitet aber auch an einem Buch für Erwachsene, unter anderem über giftige Tiere und Pflanzen. Zuvor entwarf sie den Briefmarkenbogen „Tuininsecten“ (2024).