Der Nationalpark Đerdap umfasst einen Teil der Đerdap-Schlucht im mittleren Donaulauf und erstreckt sich über eine Fläche von 63.786,48 ha. In diesem Flussabschnitt befindet sich die längste Durchbruchsschlucht Europas, deren südliche Seite zu Serbien und deren nördliche Seite zu Rumänien gehört. Im Bereich der Mali-Kazan-Schlucht weist die Donau mit 150–180 m ihre geringste Breite und mit etwa 90 m ihre größte Tiefe auf.
Der Nationalpark Đerdap beheimatet über 1.100 Pflanzenarten, ist Lebensraum für rund 250 Vogelarten und beherbergt eine vielfältige und artenreiche Säugetierfauna, wobei Luchs (Lynx lynx) und Gämse (Rupicapra rupicapra) besonders hervorzuheben sind.
Die Đerdap-Schlucht zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche geologische und biologische Vielfalt sowie ihr reiches kulturelles und historisches Erbe (Lepenski Vir, Burg Golubac, Trajanstafel usw.) aus und ist somit ein Gebiet mit herausragendem Zusammenspiel bedeutender Natur- und Kulturwerte. Der Nationalpark Đerdap wurde 1974 zum Schutzgebiet der Kategorie I von außergewöhnlicher Bedeutung erklärt und 2020 in das UNESCO-Netzwerk der Globalen Geoparks aufgenommen.
Das Gebiet der außergewöhnlichen Merkmale „Stolovi“, ein Gebirgszug der Inneren Dinariden in der Region Ibar-Kopaonik am rechten Ufer des Flusses Ibar, erstreckt sich über 9.932,1 ha. Es wurde unter Schutz gestellt, um hydrografische Phänomene und zwei Vegetationszonen – Eichen- und Buchenwald – zu erhalten.
Der Stolovi-Berg ist bekannt für seine wilden Narzissen (Narcissus radiiflorus), seine vielfältige Flora und Fauna, das Vorkommen von Gämsen (Rupicapra rupicapra) und die zahlreichen seltenen und bedrohten Vogelarten, die hier nisten, darunter der Steinadler (Aquila chrysaetos) und das Felsenhuhn (Alectoris graeca). Ein weiteres Markenzeichen von Stolovi sind die Pferde des Besitzers, die ganzjährig auf dem Berg weiden.
Stolovi liegt am rechten Ufer des Flusses Ibar und beherbergt zudem das mittelalterliche Städtchen Maglič, ein Kulturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung. Die Regierung der Republik Serbien erklärte Stolovi im Jahr 2022 zum Naturschutzgebiet.