Am 16. März 2026 gab die französische Post (La Poste) im Rahmen ihrer Naturserie einen Viererblock Briefmarken und ein philatelistisches Souvenir zu Ehren der Wale heraus. Wer könnte da nicht an Moby Dick denken, den mythischsten aller Wale?
Mythisch und wenig bekannt: Obwohl die Walforschung seit Aristoteles, der beobachtete, dass Wale Lungen besitzen und sich wie Säugetiere fortpflanzen, große Fortschritte gemacht hat, bleiben sie geheimnisvoll. Da sie ihr gesamtes Leben im Meer verbringen, sind sie an der Oberfläche meist unsichtbar und nur selten in Küstennähe zu sehen. Wale lassen sich in zwei Unterordnungen einteilen: die Bartenwale (Mysticeti) und die Zahnwale (Odontoceti). Zu Letzteren gehört die Familie der Delfine (Delphinidae) mit 37 Arten, vom Orca bis zu den kleinen Delfinen des Südlichen Ozeans.
Der Orca ist in fast allen Weltmeeren anzutreffen. Dieser große Raubfisch lebt in matriarchalischen Gruppen und ernährt sich von einer Vielzahl von Beutetieren, von Heringen bis hin zu Walen. Der Pottwal, bekannt aus Herman Melvilles Roman „Moby Dick“, ist der größte Zahnwal: Männchen können bis zu 18 Meter lang werden. Sie tauchen über 1000 Meter tief, um ihre bevorzugte Beute, Tintenfische von über drei Metern Länge, zu jagen. Bemerkenswert ist ihr ausgeprägtes Sozialleben, das sich um Gruppen von Weibchen organisiert, die kleiner als die Männchen sind. Auch Belugas sind sehr soziale und opportunistische Jäger. Diese bis zu fünf Meter langen Zahnwale, auch Weißwale genannt, leben in arktischen Meeren, unter anderem in der Nähe von Eisschollen – daher ihre Farbe! Belugas besitzen im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Narwalen, keine Rückenflosse. Die Unterordnung der Bartenwale (Mysticeti) umfasst 15 Arten, von denen der Buckelwal die bekannteste ist. Dieser Wal, der sich von kleinen Fischen und Krebstieren ernährt, pflanzt sich in den Gewässern tropischer Archipele fort, unweit der Küsten, wo ihn zahlreiche Besucher bewundern. Der Buckelwal, aufgrund seiner großen Brustflossen auch Megaptera genannt, ist berühmt für seinen Gesang. Wale werden zwar immer noch gelegentlich gejagt, sind aber der rasanten Industrialisierung der Meeresumwelt ausgesetzt. Buckelwale, Belugas, Pottwale und Orcas gehören jedoch nicht zu den Arten, die unmittelbar vom Aussterben bedroht sind.